Hochwertige Tests. Rasche Gewissheit.
Laborgeprüft in Österreich
Autor: Susanne Lohs
CommuniCare

Vaterschaftstest mit Sonderproben – wie funktioniert das?

Üblicherweise erfolgt ein Vaterschaftstest über einen einfachen Wangenabstrich bei Vater und Kind, bei dem eine Speichelprobe gewonnen wird. Manchmal ist ein Wangenabstrich jedoch nicht möglich – etwa wenn eine Person nicht verfügbar ist, sich weigert oder eine Probe aus praktischen Gründen anders gewonnen werden muss. Die gute Nachricht: Auch Sonderproben liefern ein absolut zuverlässiges Ergebnis. Viele Menschen googeln nach “Vaterschaftstest mit Haaren” oder “Vaterschaftstest mit Zahnbürste” – aber es gibt einige Dinge zu beachten.

Geeignete und ungeeignete Sonderproben auf einen Blick 💡

Geeignete Sonderproben für einen Vaterschaftstest sind Finger- und Zehennägel (min. 8 Stück), Zahnbürsten, Zahnseide, Taschentücher, Zigarettenfilter (E-Zigaretten ausgenommen), Kaugummis, Trinkgläser, Besteck, Schnuller, Nabelschnuren, Haare mit Haarwurzel (min. 15-20), Zähne und Pflaster mit Blutspuren.

Nicht geeignet sind Kleidung, Wattestäbchen und Rasierer.

Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?

Ein Vaterschaftstest untersucht, ob zwei Personen genetisch miteinander verwandt sind. Jeder Mensch erhält 50 Prozent seiner DNA von der Mutter und 50 Prozent vom Vater. Diese genetische Kombination ist einzigartig und lässt sich mithilfe sogenannter STR-Marker (Short Tandem Repeats) vergleichen.

In unserem Labor analysieren wir 24–27 Marker – deutlich mehr als der europäische Mindeststandard. Das sorgt für eine extrem hohe Genauigkeit:

  • Vaterschaft bestätigt: über 99,9999 Prozent
  • Vaterschaft ausgeschlossen: 100 Prozent

Die Laboranalyse selbst läuft gleich ab, egal ob die DNA aus einem Wangenabstrich, einer Zahnbürste oder aus Nagelmaterial stammt. Entscheidend ist nur, dass die Probe ausreichend verwertbare DNA enthält.

In diesem Beitrag können Sie nachlesen, wie ein Vaterschaftstest genau funktioniert.

DNA-Analyse Vaterschaft Labortest

DNA-Test mittels Wangenabstrich zur Selbstentnahme und anschließender Auswertung in unserem ISO zertifizierten Labor. Mit 99,99% Wahrscheinlichkeit wird die Verwandtschaft nachgewiesen oder mit 100% ausgeschlossen.    Absolut Diskret - Datenschutz eines österreichischen Medizinunternehmens    Keine Zeugenpflicht, Auswertung nach österr. Recht, EU weit durchführbar    Sonderproben (Zahnbürste, Fingernägel, Biologische Spuren, Rauch-/Kauartikel, etc.)    Inkl. detailliertem Laborgutachten   Liste der geeigneten Sonderproben: Link zu den geeigneten Sonderproben Testmethode: Speicheltest Wangenabstrich Worauf wird getestet: DNA-Analyse  

Welche Sonderproben funktionieren tatsächlich – und warum?

Sonderproben kommen immer dann zum Einsatz, wenn kein standardisierter Wangenabstrich möglich ist. Wichtig ist dabei, dass die Probe genug menschliche Zellen enthält, die sich für die DNA-Analyse eignen. Die folgenden Proben sind validiert und liefern in der Regel sehr zuverlässige Ergebnisse:

Vaterschaftstest mit Zahnbürste

Eine Zahnbürste funktioniert deshalb gut, weil zwischen den Borsten häufig Zellen der Mundschleimhaut haften. Damit sie wirklich genug DNA liefert, sollte sie:

  • mindestens drei Wochen regelmäßig von der zu testenden Person verwendet worden sein
  • vor dem Versand 24 Stunden luftgetrocknet werden
  • keinen Kontakt mit anderen Personen gehabt haben

Gut zu wissen: Zahnpasta-Reste sind unkritisch – entscheidend ist die Menge der Zellen.


Vaterschaftstest mit Finger- oder Zehennägeln

Auch unter dem Nagelrand sammeln sich kleine Mengen an Zellen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten gilt:

  • mindestens acht Nägel einreichen
  • frisch und sauber geschnitten
  • unbedingt darauf achten, dass niemand sonst sie berührt

Die DNA-Menge ist geringer als bei einem Wangenabstrich, aber meist völlig ausreichend.


Vaterschaftstest mit Zahnseide

Zahnseide kann eine hervorragende Quelle für verwertbare DNA sein – vorausgesetzt, sie wurde im gesamten Mundraum eingesetzt. Wichtig: nach der Nutzung trocknen lassen und trocken verpacken, damit sie nicht schimmelt.


Vaterschaftstest mit Taschentüchern

Ein benutztes Taschentuch kann sehr viel DNA enthalten, vor allem, wenn es Nasen- oder Speichelsekret enthält. Damit die Probe optimal verwertbar ist:

  • nur von der zu testenden Person verwenden
  • vollständig an der Luft trocknen lassen
  • trocken und einzeln verpacken (z. B. in einem frischen Papierumschlag, nicht in Plastik)

Besonders bei Erkältungen ist die DNA-Menge in einem Taschentuch oft sehr hoch.


Vaterschaftstest mit Zigarettenfilter

Zigarettenfilter sind häufig stark mit Speichel durchsetzt und daher gut geeignet für DNA-Analysen. Damit die Probe auswertbar bleibt:

  • nur eine Person darf an der Zigarette gezogen
  • haben vollständig trocknen lassen
  • trocken und separat verpacken

Hinweis: E‑Zigaretten‑Mundstücke enthalten meist zu wenig verwertbare Zellen und sind daher nicht geeignet.


Vaterschaftstest mit Kaugummi

Ein benutzter Kaugummi ist eine ausgezeichnete DNA-Quelle – besonders, wenn er mindestens einige Minuten im Mund war. Wichtig für ein gutes Ergebnis:

  • den Kaugummi nach Gebrauch lufttrocknen lassen (am besten auf sauberem Papier)
  • einzeln und trocken verpacken
  • nicht mehrfach kauen oder von mehreren Personen benutzen

Schon ein einzelner Kaugummi enthält in der Regel ausreichend DNA-Material.


Vaterschaftstest mit Trinkglas

Speichelreste am Glasrand reichen häufig für eine DNA-Analyse aus. Damit genug Zellen übertragbar sind:

  • Glas sollte intensiv benutzt worden sein (z. B. mehrfach getrunken)
  •  nicht abwischen oder spülen
  • am besten lufttrocknen lassen und sicher verpacken (z. B. den Glasrand mit einem sauberen Tuch abdecken oder Folie sichern)


Vaterschaftstest mit Besteck

Gebrauchtes Besteck – besonders Gabeln oder Löffel – kann Speichelzellen enthalten. Für eine erfolgreiche DNA-Analyse gilt:
  • unmittelbar nach Gebrauch sichern
  • lufttrocknen lassen 
  • trocken verpacken, ohne die Kontaktfläche (z. B. Löffelkopf) zu berühren Bei mehreren Personen im selben Haushalt unbedingt getrennt aufbewahren.


Vaterschaftstest mit Schnuller

Ein Schnuller eignet sich sehr gut als DNA-Quelle bei Babys und Kleinkindern, da er regelmäßig mit der Mundschleimhaut in Kontakt ist. Wichtig:

  • Schnuller sollte regelmäßig verwendet worden sein
  • vor dem Versand vollständig trocknen lassen
  • trocken und einzeln verpacken
Milch- oder Speisereste sind unproblematisch – entscheidend ist die Zellmenge.


Vaterschaftstest mit Haarwurzeln (min. 15-20) 

Nur Haare mit sichtbarer Haarwurzel liefern verwertbare DNA. Schneiden reicht nicht aus – die Haare müssen ausgerissen werden. Für eine aussagekräftige Probe:

  • 15 – 20 Haare mit Wurzeln sammeln
  • möglichst frisch gewonnen
  • trocken und sicher verpackt (z. B. in Papierumschlag)
Haare ohne Wurzel enthalten keine oder zu wenig DNA.


Vaterschaftstest mit Nabelschnur

Nabelschnurgewebe enthält sehr gut erhaltenes Erbmaterial. Für die DNA-Gewinnung gilt:
  • trocken aufbewahren
  • bei älteren Proben am besten kühl und lichtgeschützt lagern
  • in einem sauberen Papierumschlag oder sterilen Röhrchen einreichen
 Auch ältere Nabelschnurstücke sind oft noch problemlos auswertbar.

Vaterschaftstest mit Zähnen

Ein Zahn – besonders, wenn er frisch ausgefallen oder gezogen wurde – ist eine stabile DNA-Quelle. Empfohlene Vorgehensweise:

  • Zahn gründlich trocknen lassen
  • in sauberes Papier wickeln und trocken lagern
  • nicht mit bloßen Fingern an der Wurzel anfassen

Vaterschaftstest mit Pflaster inkl. Blutspur

Damit die Probe optimal genutzt werden kann:
  • Pflaster lufttrocknen lassen (nicht auf der Heizung oder in der Sonne)
  • trocken und einzeln verpacken
  • darauf achten, dass keine weiteren Personen Blut ist eine hervorragende DNA-Quelle, auch in getrockneter Form. das Pflaster berühren
Schon eine kleine Blutspur reicht für eine sichere Analyse in der Regel aus.

Diese Sonderproben sind für einen Vaterschaftstest ungeeignet

Manche Materialien enthalten entweder zu wenig DNA oder lassen sich mit den standardisierten Laborverfahren nicht zuverlässig auswerten oder es besteht die Gefahr, dass die Probe kontaminiert ist. Nicht geeignet für einen Vaterschaftstest sind: 

  • Rasierer
  • Wattestäbchen 
  • Kleidung 
  • Alltagsgegenstände mit Hautkontakt 

Diese Materialien sind nicht validiert und liefern zu wenig oder qualitativ ungeeignete DNA.

Wie läuft ein Vaterschaftstest mit Sonderproben genau ab?

Der Ablauf ist unkompliziert, wichtig ist nur, dass die Sonderproben korrekt vorbereitet und eindeutig zugeordnet werden:

  1. Geben Sie bereits beim Kauf über unsere Website an, wie viele Sonderproben Sie einsenden, damit wir das Testkit entsprechend vorbereiten können.
  2. Registrieren Sie die Kontaktperson sowie alle zu testenden Personen. Achten Sie darauf, dass jede Probe eindeutig der richtigen Person zugeordnet werden kann.
  3. Folgen Sie anschließend den Schritten zur Probennahme. Die Sonderprobe darf keinesfalls mit der DNA anderer Personen in Kontakt kommen. Wie das sicher gelingt, erfahren Sie in der beiliegenden Schritt-für-Schritt-Anleitung.
  4. Verpacken Sie alle laut Anleitung erforderlichen Bestandteile im Rücksendekarton und schicken Sie ihn mit einem Versanddienstleister Ihrer Wahl zurück.
  5. Nach Einlangen der Proben im Labor erhalten Sie den Ergebnisbericht innerhalb von 3 bis 7 Arbeitstagen per verschlüsselter E-Mail. Der Zugriffscode wird der Kontaktperson per SMS übermittelt.
  6. Bei Auffälligkeiten der Probenqualität nimmt unser Labor direkt Kontakt mit der bei der Registrierung angegebenen Kontaktperson auf. 

Wie lange dauert ein Vaterschaftstest?

Egal ob Wangenabstrich oder Sonderprobe: Die Analyse dauert in der Regel 3 bis 7 Arbeitstage, gerechnet ab dem Eingang der Probe im Labor. Diese Zeitspanne hängt unter anderem davon ab, wie viel verwertbare DNA in der Probe steckt und wie schnell die Extraktion klappt.

Wie sicher ist das Ergebnis von Vaterschaftstests?

Die Ergebnisse gelten als extrem zuverlässig:

  • Vaterschaft bestätigt: über 99,9999 Prozent
  • Vaterschaft ausgeschlossen: 100 Prozent

 Wir arbeiten mit einer überdurchschnittlich hohen Markeranzahl (24–27) und nach streng geprüften Qualitätsstandards (ISO 9001:2015).

Ebenso wichtig ist uns Ihre Privatsphäre und der Schutz Ihrer Daten: Die Ergebnisse werden per verschlüsselter E-Mail übermittelt, der Zugangscode kommt separat per SMS.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Artikel Vaterschaftstest und Genauigkeit: So erkennen Sie einen guten Test.

FAQ: Häufige Fragen zum Vaterschaftstest mit Sonderproben

Was passiert, wenn die Sonderprobe nicht genügend DNA liefert?

Sollte die Probenqualität nicht gut genug sein, kontaktieren wir Sie und senden Ihnen kostenlos ein neues Röhrchen bzw. einen neuen Plastikbeutel zu und führen eine weitere Analyse (ohne Aufpreis) durch.


Welche Sonderprobe liefert die beste DNA-Menge?

Unter den Sonderproben schneidet die Zahnbürste erfahrungsgemäß am zuverlässigsten ab, weil sie viele Mundschleimhaut-Zellen enthält.


Kann ich eine alte Zahnbürste für den Vaterschaftstest verwenden?

Ja – solange sie mehrere Wochen regelmäßig genutzt, vor dem Versand getrocknet und nicht von anderen Personen verwendet wurde.


Reicht ein einzelner Nagel, um ein sicheres Ergebnis zu liefern

Nein. Ein einzelner Nagel enthält in der Regel zu wenig DNA. Für eine zuverlässige Analyse sind mindestens acht Nägel notwendig.


Wie lange sind Proben haltbar?

Trockene Proben sind über mehrere Wochen stabil, sofern sie kühl und trocken gelagert werden.

 Vaterschaftstest auswählen


Sonderproben wie Zahnbürste, Zahnseide, Nägel, Taschentücher, Zigarettenfilter (E-Zigaretten ausgenommen), Kaugummis, Trinkgläser, Besteck, Schnuller, Nabelschnuren, Haare mit Haarwurzel (min. 15-20), Zähne und Pflaster mit Blutspuren sind eine sichere Alternative zur Speichelprobe mittels Wangenabstrich – vorausgesetzt, sie werden korrekt gewonnen und in einem qualitätsgesicherten Labor analysiert. Ihre Proben werden mit größter Sorgfalt nach allen in Österreich und der Europäischen Union geltenden Gesetzen und unter Einhaltung der Qualitätsstandards in unserem nach der international gültigen Norm ISO 9001:2015 arbeitenden Labor ausgewertet.